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SCHALK WACH UFF...

Bis zum 20.01.2018...
01/20/2018 18:00

Das erste Gengenbacher Narrenblatt

Es erschien uner dem umfangreichen Titel »Narrenschiff für Gengenbach und Umgebung« oder »Die Nizzaer Märchenwelt« (Anmerkung für alle Nicht-Gengenbacher: unser Städtlein wurde in jenen Zeiten gern und oft als das badische Nizza bezeichnet). Nur wenige wissen heute noch, warum dieser Vergleich angestellte wurde. Aber anscheinend spürte man damals auch in Gengenbach den Hauch von Eleganz und Weltläufigkeit in französichen Worten und Begriffen und gründete deshalb gleich noch als Konkurrenzunternehmen eine »Nizza-Carnevalgesellschaft«.

Das bereits erwähnte Narrenblatt brachte in seiner Ausgabe von 1906 auf der Titelseite die Hauptüberschrift: »Hoch der Karneval von Nizza!«. Es folgte ein Gedicht, das mit den Zeilen beginnt:»Vom Nicklisturm lug ich herum, auf Menschen, Kater, Farren...«. Unterzeichnet ist es mit »Schalk von der Kinizig«. (Der Gedanke, dass der Schalk vom Niggelturm das Treiben im Städtle beobachtet und glossiert, hat also eine wesentlich ältere Tradition als angenommen.

Die Entwicklung des Narrenblattes

1904

Als Vorläufer der Narrenzeitung erscheint mit der Nummer 0001 das »Gengenbacher Narrenschiff« oder die »Nizzaer Märchenpost«, von diesen sind bis heute noch drei Exemplare im Besitz der Narrenzunft.

1905 - 1907

Auch in diesen drei Jahren wird das »Gengenbacher Narrenschiff« gedruckt. Je drei Exemplare sind heute noch vorhanden und die Auflage ist bekannt.

1908 - 1956

Weitere Ausgaben der »Gengenbacher Märchenpost« sind nicht bekannt, es werden aber immer Gedichte und Theaterstücke geschrieben. Allerdings wurden diese nicht in einer Zeitung zusammengefasst.

1957

Die erste »Narrenzeitung« nach dem Kriege erscheint. Die Auflage beträgt 200 Stück. Gedruckt wird in der Druckerei Hofer. Bis 1965 gibt es vier verschiedene Titelblätter, bevor man sich auf das bis heute Bestehende einigte.

1977

Die letzte »Narrenzeitung« erscheint mit einer Auflage von 500 Stück

Das Narrenblatt in seiner heutigen Form

Im Jahre 1978 wird der Titel endgültig in »Gengenbacher Narrenblatt« umgewandelt. Die Auflage steigt mit den Jahren auf heute 1000 Stück. An der Titelseite wurde noch etwas gefeilt, sodass man heute von einer »optimalen« Gestaltung sprechen kann. Das Narrenblatt erscheint jedes Jahr nach dem Zunftabend, dem »Heiteren Owe«. Im Inhalt finden sich viele Gedichte und Theaterstücke über das, was sich im vergangenen Jahr im »Städtle« ereignet hat. Gengenbacher Geschäft und Firmen werben mit teils närrischen Anzeigen und unterstützen damit den Brauchtum in unserer Stadt. Verkauft werden die »Narrenblättle« von den jüngeren Klepperlesbuben, die schon am frühen Sonntagmorgen durch die Straßen und Gäschen der Stadt ziehen um ihr Taschengeld etwas aufzubessern.

 


© 2008 Narrenzunft Gengenbach e.V
zuletzt aktualisiert am:06.11.2008, 12:03